28.04.2014 Montag  Bittere Bilanz mit Aufwärtstrend

Der alte und neue Vorstand der DLRG Bad Soden-Salmünster (von links): Marcel Paller, Jugendbeirätin Alena Brand, Magnus Klug, Andreas Hummel, Sabine Buschmann und Christian Buschmann.

Mitgliederversammlung der DLRG Bad Soden-Salmünster bestätigt einstimmig Vorstand im Amt.

„Lasst uns beginnen. Unser Ziel ist wie immer in einer Stunde fertig zu sein und wir haben noch Vorstandswahlen vor uns“, begrüßte der Vorsitzende Andreas Hummel mit einem Schmunzeln die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Bad Soden-Salmünster zur Jahreshauptversammlung. Die Wahl verlief schnell, unkompliziert und einstimmig. Andreas Hummel wurde als Vorsitzender bestätigt, ebenso wie Sabine Buschmann als dessen Stellvertreterin, Christian Buschmann als Schatzmeister, Magnus Klug als Technischer Leiter und Marcel Paller als Schriftführer. Manuel Kircher und Josef Flach fungieren als Kassenprüfer. 

Nicht so positiv war der Rückblick auf das Jahr 2013. Als die „bisher schlechteste Bilanz, die wir in unserer Geschichte hatten“ beschrieb Magnus Klug seinen Bericht zum Schwimmtraining im vergangenen Jahr. „Anfang 2013 sah es sehr bitter aus.“ Zwar sei die Ortsgruppe nach dem Abriss der Kleinschwimmhalle in Salmünster in der Spessart-Therme untergekommen – mittlerweile bereits in der zweiten Saison -, aber die Trainingszeiten und Rahmenbedingungen dort seien nicht ideal. Das Training am Samstagnachmittag sowie das zu kleine und zu warme Bewegungsbecken habe die DLRG der Kurstadt viele Mitglieder gekostet. „Am härtesten hat es uns bei den Rettungsschwimmern erwischt“, sagte Klug. Gerade in der Altersspanne der 15- bis 25-Jährige seien die meisten Austritte getätigt worden. „Das werden wir in den nächsten Jahren auch in den Reihen des Vorstands und der Einsatzabteilung merken“, sagte Andreas Hummel. Ende des Jahres hätten sich die Teilnehmerzahlen wieder leicht erholt. „Aber bei dem Stand wie gegen Ende der Trainingszeit in der Kleinschwimmhalle sind wir nicht mehr“, berichtete der Technische Leiter.

Anders sieht es in der Gruppe der Einsatztaucher aus, die dienstags abends in der Therme trainieren. „Für sie ist die Situation befriedigend, Tauchübungen sind aber nicht möglich“, sagte Hummel, der dieses Training leitet. Die Gruppe sei erhalten geblieben und einige Mitglieder träfen sich mittlerweile sogar vor dem Training zum gemeinsamen Joggen.

Ein unerfreulicher Punkt auf der Tagesordnung war die Auflösung des Stützpunktes Steinau. Das Ende der DLRG-Ortsgruppe Steinau hatte sich bereits vor vier Jahren angekündet, da sich zu wenige Mitglieder engagierten. Damals wurde Steinau zum Stützpunkt der Ortsgruppe Bad Soden-Salmünster erklärt und von dort verwaltet. „Es wurden in dieser Zeit leider keine Leute gefunden, die aktiv werden wollen“, so Hummel. „Das ist sehr traurig.“ So war es die Aufgabe der Mitgliederversammlung, den Stützpunkt Steinau aufzulösen. Die verbleibenden Mitglieder seien herzlich willkommen, sich in der Ortsgruppe Bad Soden-Salmünster zu engagieren, sagte der Vorsitzende. Sie würden demnächst angeschrieben und über die Veränderung informiert. 

„Bezüglich des Freibades hat sich leider nichts getan“, berichtete Hummel. Dort hat die DLRG Bad Soden-Salmünster nicht nur ihre Einsatzausrüstung und ihr Hochwasserboot untergebracht, sondern betreibt dort auch einen kleinen Vereinsraum. Erst Ende des Jahres stände eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung an. Die DLRG werde sich nicht für Erhalt des Freibades einsetzen. Sie vertrete die Meinung, dass das Geld für dessen Erhalt besser in das geplante Sportbecken investiert werden solle. Das von der Stadtverordnetenversammlung geplante Becken als Anbau der Spessart Therme sei frühestens Ende 2016 fertig gestellt. „Das heißt, wir müssen noch zwei bis drei Jahre überbrücken“, sagte Hummel. „Das wird uns viel Motivation und Durchhaltevermögen abverlangen.“ Er bedankte sich ausdrücklich bei den Trainern, die trotz der vielen Austritte weiterhin mit viel Engagement das Schwimmtraining aufrecht erhielten. „Wir blicken positiv in die Zukunft.“

Aus dem vergangenen Jahr hat die Ortsgruppe einen umfangreichen Tätigkeitsbericht zu vermelden. Vom 6. bis 10. Juni waren sechs Mitglieder in Mühlberg beim Hochwasser an der Elbe im Einsatz.  „Es hat gut funktioniert, dass wir innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit waren“, so Hummel. Seit elf Jahren sei dies wieder ein großer Einsatz zusammen mit anderen DLRG-Ortsgruppen, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Malteser aus dem Main-Kinzig-Kreis gewesen. „Wir waren froh, dass wir so viel Personal stellen konnten“, sagte Magnus Klug. Außerdem sei die Gruppe der Voraushelfer 2013 insgesamt 15 Mal im Einsatz gewesen.

Sabine Buschmann und Magnus Klug haben im vergangenen Jahr ihren Bootsführerschein absolviert und mit Johannes Schilling als neues Mitglied hat die Ortsgruppe einen dritten Bootsführer gewonnen. „Damit konnten wir gut in die Saison starten“, sagte Hummel. Johannes Schilling verstärkt außerdem die Gruppe der Einsatztaucher, so dass in Bad Soden-Salmünster sechs Rettungstaucher, sechs Strömungsretter und seit 2013 auch ein Luftretter abrufbar sind.

Von: DLRG Bad Soden-Salmünster

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