18.05.2013 Samstag  JHV der DLRG: Viel geleistet, trotz schwieriger Bedingungen

Der Vorstand der DLRG Bad Soden-Salmünster – (von links) Kassenwart Christian Buschmann, stellvertretende Vorsitzende Sabine Buschmann, Vorsitzender Andreas Hummel, Technischer Leiter Magnus Klug und die beiden Jugendwarte Lukas Schouwenburg und Alena Brand – im Gespräch mit Bürgermeister Lothar Büttner (links).

„Es ist ein trauriger Moment, wenn man sieht, wie ein Schwimmbad, in dem man selbst und viele andere schwimmen gelernt haben und das das Herzstück unseres Vereinslebens war, ersatzlos eingestampft wird", sagte DLRG-Vorsitzender Andreas Hummel bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Bad Soden-Salmünster. Der Wegfall der Salmünsterer Kleinschwimmhalle sei ein „gravierendes Ereignis" gewesen und kostete die DLRG 50 Prozent ihrer Teilnehmer am Kinder- und Jugendschwimmtraining.

Zwar sei die Ortsgruppe dem Kurbetrieb rund um Geschäftsführer Michael Lehrbacher für ihre „unkomplizierte Regelung und Unterbringung unseres Trainings" sehr dankbar, so der technische Leiter Magnus Klug, trotzdem sei das Training im Bewegungsbecken der Therme keine Dauerlösung. Mit 18 Metern sei das Becken nicht nur zu kurz, auch mit einer Wasser-Temperatur von 32 bis 33 Grad und einem Solegehalt von 2,5 Prozent für das Schwimmtraining „eigentlich nicht zu gebrauchen". Diese Umstände und vor allem das Verlegen des Trainings von Freitagabend auf Samstagnachmittag hätten seit dem vergangenen Herbst die Hälfte der Kinder und Jugendlichen ihre Teilnahme absagen lassen.

Ein Sportbecken mit einer Länge von 25 Metern sei „unabdingbar" für den Schul- und Rettungsschwimmbetrieb, plädierte Hummel für die Umsetzung der Erweiterungspläne für die Spessart-Therme, die derzeit in den zuständigen Gremien diskutiert werden. „Wie es mit der Realisierung aussieht, ist uns derzeit unklar. Mit einer adäquaten Situation rechnen wir frühestens ab 2016." Die Umsetzung des neu geplanten Sportbeckens hänge von Zuschüssen aus den Schulmitteln ab, erläuterte Bürgermeister Lothar Büttner, der ebenfalls an der Jahreshauptversammlung teilnahm, um sich über die Situation des Vereins zu informieren. Nach der Sommerpause werde über die Finanzen entschieden, dann könne im besten Fall 2014 mit dem Bau begonnen werden und 2015 der Schwimmsport in dem neuen Becken aufgenommen werden. 

Aber auch anderweitig sucht die DLRG nach Ausweichmöglichkeiten. Schon seit Jahren steht die Schließung des Freibads in Bad Soden zur Diskussion, wo die Ortsgruppe nicht nur ihren Gruppenraum unterhält, sondern auch ihre Einsatzausrüstung und ein Hochwasserboot lagert. „Hier will man uns informieren, wenn der Verlust des Raumes aktuell wird", sagte der Vorsitzende. „Wenn jemand eine Unterkunft bekannt ist, bitte uns darauf ansprechen." Für einen neuen Standort sicherte Bürgermeister Büttner die Unterstützung der Stadt zu. „Mir ist wichtig zu hören, dass Sie weiter arbeiten, denn ich weiß, was Sie leisten."

Trotz der schwierigen Umstände hat sich die DLRG auch im vergangenen Jahr wieder an vielen Stellen engagiert: 25 Einsätze fuhr die Ortsgruppe 2012, einen im Bereich des Katastrophenschutzes und 24 davon die Voraus-Helfer. Die Trainer leiteten rund 300 Schwimm- und Rettungsschwimmstunden, 17 neue Abzeichen wurden ausgestellt und im Sanitätsbereich wurden sieben Ausbildungen angeboten, an denen insgesamt 52 Personen teilnahmen. Im Freibad und bis zu deren Abriss auch in der Kleinschwimmhalle leistete die DLRG 120 Stunden Wachdienst. 

Vor zwei Wochen legte Johannes Schilling seine Prüfung zum Einsatztaucher ab, sodass die Ortsgruppe derzeit über sechs Einsatztaucher verfügt, wovon vier auch Taucheinsatzführer und zwei Lehrtaucher sind. Da in diesem Jahr die DLRG deutschlandweit ihr 100-jähriges Bestehen feiert, präsentiert die Ortsgruppe Bad Soden-Salmünster vom 8. Bis 21. Juli die Wanderausstellung des DLRG-Bezirks Main-Kinzig in der Wandelhalle in Bad Soden.

Von: DLRG Bad Soden-Salmünster

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